Warum Diäten nicht funktionieren

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Warum Diäten nicht funktionieren!

Bestimmt hast du schon einmal was von Atkins, Weight Watchers, Paleo, Keto, Low Carb, 16/8, Schlank im Schlaf oder Entgiftungsdiäten gehört. Vielleicht hast Du auch schon eine oder mehrere dieser Diätformen ausprobiert. Nur um dann festzustellen, dass anstatt extremen Gewichtsverlust, rapiden Fettabbau und einen Traumkörper in 2 Wochen nicht die erhofften Ergebnisse eingetroffen sind. Und schon fühlst Du Dich ein Versager, der nicht genug Willenskraft besitzt. Dies endet dann in tagelangen Fressattacken und man sieht ein paar Wochen nach Beginn einer Diät genauso aus wie davor – oder hat sogar noch zugelegt.

Dabei solltest Du zuallererst wissen: das liegt höchstwahrscheinlich nicht an Dir! Eines haben diese kurzfristige Diät-Trends und Modediäten, die meist kurz vor Sommerbeginn oder nach Silvester in den Medien auftauchen, gemeinsam: Früher oder später funktionieren sie einfach nicht mehr.

3 Gründe, warum kurzfristige Trend-Diäten zum Scheitern verurteilt sind:

Grund 1: Du verzichtest völlig auf einen der drei Makronährstoffe

Diätformen, die mit schnellen Resultaten werben, basieren meist auf einem völligen Verzicht auf einen der drei Makronährstoffe (Kohlenhydrate, Fette, Proteine). Als Beispiel seien hier die ketogene Diät oder high carb-Diät zu nennen. Als wäre der Verzicht auf unsere heißgeliebten Carbs nicht genug, gibt es oft auch noch zusätzliche Einschränkungen, die den Konsum von Zucker, Gluten oder Milchprodukten verbieten. Doch genau in diesem “Verbot” liegt oft der Grund des Scheiterns.

Stell Dir vor, Du bist zu Weihnachten bei Deiner Familie. Die letzten 2 Wochen hast Du Dich immer strikt an Deine Diät gehalten und verzichtet. Aber nun ist es ja Weihnachten und entsprechend sitzt Du vor einem wahren Gaumenschmaus: Klöße, Spätzle, Kuchen, Kekse und all die Leckereien, auf die Du laut deiner Diät strikt verzichten musst. Du versuchst, weiterhin stark zu sein und verzichtest zunächst. Doch die Versuchung ist irgendwann zu groß. Aus “ich darf kein einziges Gramm davon essen” wird eine wahre Fressorgie, in der Du gleich 3 oder 4 Teller in Dich hineinschaufelst, weil Du nach dem ersten Stück Kuchen “ja sowieso schon schwach wurdest”. Später kommst Du träge, müde und mit vollgeschlagenem Bauch nach Hause und durchlebst die schlimmsten Schuldgefühle.

Hättest Du Dir jedoch dieses eine Stück Kuchen gegönnt, wäre die Versuchung vielleicht gar nicht so groß gewesen, denn wer sich selbst strikte Verbote auferlegt, ist eher dazu geneigt, diese wieder zu brechen, was sich auch durch negative Verhaltensweisen äußert. Dieses psychologische Phänomen nennt sich Reaktanz.

Die Lösung: Wenn Du also Probleme mit strikten Ernährungsformen hast, dann entscheide Dich für eine flexible Ernährung, die Dir nichts völlig verbietet. Das heißt auch, dass Du Dir zu Weihnachten das Stück Kuchen oder ein paar von Omas Keksen gönnen solltest.

Grund 2: Du ernährst dich einseitig und unflexibel

Einer der wichtigsten Faktoren für eine kontinuierliche Fettverbrennung und langanhaltenden Gewichtsverlust ist Flexibilität und Variation. Das gilt auch für Deinen Stoffwechsel. Wenn Du Tag für Tag immer dieselben Lebensmittel und dieselbe Menge an Kalorien zu Dir nimmst, dann kannst Du mit großer Sicherheit davon ausgehen, dass Dein Stoffwechsel sich anpasst und herunterfährt. Das bedeutet, dass Dein Körper die Produktion wichtiger Hormone (wie Schilddrüsen- und Sexualhormone) senkt und Dein Stoffwechsel “einschläft”, was einen verringerten Kalorienverbrauch zur Folge hat.
Ernährst Du Dich einseitig, führt dies zum Heißhunger. Dieser Heißhunger bezieht sich meist auf genau die Lebensmittel, auf die Du eigentlich verzichten wolltest. Dein Körper bemerkt ein Nährstoffdefizit und schüttet Hungerhormone wie Ghrelin aus, die nicht nur für einen erhöhten Appetit sorgen, sondern auch die Fettverbrennung senken. Blöderweise sorgt dies zusätzlich dafür, dass Du statt Körperfett Deine Muskulatur verbrennst.

Du kannst dies verhindern, indem Du Dich bewusst und ausgewogen ernährst und Deinem Körper alle Nährstoffe lieferst, die er benötigt – am besten noch bevor Du von Heißhungerattacken geplagt wirst. Sinnvoll ist es außerdem, Lebensmittel und Substanzen, die Deinen Stoffwechsel hemmen, weitestgehend zu vermeiden. Zucker zum Beispiel sorgt für einen schnellen Anstieg des Blutzuckers, woraufhin Dein Körper große Mengen Insulin ausschüttet, um den Blutzuckerspiegel wieder zu senken. Insulin hemmt den Fettabbau und kann sogar zu vermehrtem Appetit führen. Auch Alkohol und stark verarbeitete Lebensmittel solltest Du tendenziell eher meiden. Behalte dabei jedoch Grund 1 im Auge und achte immer auf eine gesunde Balance!

Die Lösung: Ernähre Dich ausgewogen und bewusst. Setze Dir keinen festgelegten Zeitraum, in dem Du eine “Diät” machst, sondern versuche stattdessen, Deine Ernährung langfristig umzustellen.

Grund 3: Du hast eine Alles oder Nichts-Mentalität

Wie im Weihnachts-Szenario bereits erwähnt, fällt es uns oft schwer, auf kalorienreiche Leckereien zu verzichten. Uns allen läuft manchmal das Wasser im Mund zusammen, wenn wir an Werbeplakaten von Burgern oder Donuts vorbeischlendern. Das macht es oft schwer, zu widerstehen – besonders, wenn Du Dir die oben genannten Verbote auferlegst. Sind wir einmal ehrlich: Brokkoli und Hühnchen sind einfach nichts für jeden Tag. Je länger wir darauf beharren, einer Versuchung zu widerstehen, desto größer wird meist das Verlangen danach.


Die Lösung: Kleine Sünden sind vollkommen in Ordnung! Wenn Du bemerkst, dass Du ein starkes Verlangen nach Eiscreme entwickelst, dann gönn Dir doch einfach mal 2 Kugeln Deiner Lieblingssorte – und genieße sie auch! Achte darauf, dass Dein Verlangen nicht die Überhand gewinnt und Dich dazu verleitet, einen ganzen Eimer Ben & Jerry’s alleine vor dem Fernseher zu inhalieren.

3 Gründe, warum kurzfristige Trend-Diäten zum Scheitern verurteilt sind:

 Entferne das Wort “Diät” aus Deinem Wortschatz!
• Iss wertvolle Lebensmittel, die Deinen Makro- und Mikronährstoffbedarf decken.
• Genieße Dein Essen, anstatt Dich nach einem kontrollierten Schema zu ernähren.
• Erfolge kommen nicht über Nacht. Umstellungen brauchen Zeit. Bleib am Ball!

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