Emotionales Essen

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Wie Du Dich von emotionalem Essen befreien kannst!

Wie oft passiert es Dir, dass Du gestresst/frustriert/gelangweilt/verlegen/unsicher/müde bist und Du dann etwas isst? Oft hat ein solch emotionales Essen tiefliegende Ursachen im Unterbewusstsein. Durch Achtsamkeit lässt sich ihnen auf die Spur kommen.

Was steckt eigentlich hinter dem emotionalen Essen?

Die meisten von uns sind bestens informiert über eine gesunde Ernährung. In der Theorie wissen wir das alles. Viel Gemüse, Obst, Wasser, Tee und Vollkornprodukte, sowie wenig Fleisch, Alkohol und raffinierter Zucker. Aber wenn wir dann mal wieder einen „schwachen Momenten“ haben, so vernichten wir ohne mit der Wimper zu zucken die ganze Packung Schokokekse. Somit ist klar, allein mit Wissen, Vernunft und Ernährungsplänen lassen sich die Gewichtsprobleme vieler Menschen nicht dauerhaft lösen. Genauso wenig wie mit diversen Abnehm-Pulvern, Fitnessprogrammen und Kalorienzählen.

Sobald wir also mehr Essen, als wir brauchen, hungern wir offensichtlich nach etwas anderem. Und da Essen nicht das Problem ist, kann Kalorienzählen nicht die Antwort sein. Abgesehen davon, wer will schon für den Rest seines Lebens täglich Kalorien zählen?!
Somit ist unser „gestörtes“ Essverhalten nur ein Symbol dafür, dass in unserem Inneren etwas im Argen liegt. Das wir auf emotionales Essen zurückgreifen, ist somit nicht die Folge mangelnden Wissens über Ernährung, sondern es ist ein Hilferuf der Seele. Ebenso ist ein gesundes Gewicht nicht das Ergebnis von eiserner Disziplin, Kalorienzählen und Fitnesswahn. Es ist das Resultat eines liebevollen und achtsamen Umgangs mit sich selbst.

Verabschiede Dich von Verzicht und Kontrolle

Auch wenn das jetzt zu schön klingt um wahr zu sein, wird es trotzdem nicht einfach sein. Du musst Dich nämlich auf die Suche nach den Ursachen Deines Essdrangs machen. Dies kann manchmal ziemlich unangenehm sein, aber wenn Du Dich dem stellst, und Dich sowie Deine Bedürfnisse besser kennen lernst, wirst Du Dein Leben lang davon profitieren.

Acht Anzeichen für emotionales Essen

1. Du isst aus den verschiedensten Gründen
2. Auch wenn Du bereits satt bist, nimmst Du Dir gerne nochmal Nachschlag
3. Du weißt gar nicht mehr, wie sich körperlicher Hunger anfühlt
4. Mit dem Naschen kannst Du erst aufhören, wenn die Packung leer ist
5. Du greifst ohne Hungergefühl zu gesunden Snacks, um Dein Gewissen zu beruhigen
6. Du findest es toll, wenn sich ein Völlegefühl einstellt
7. Wenn Essen angeboten wird, verspürst Du den unmittelbaren Drang zuzugreifen
8. Du isst, weil es die Uhrzeit vorgibt und nicht wenn Du Hunger hast

Physischen von emotionalem Hunger unterscheiden

Eigentlich weiß unser Körper genau, wann, was und wieviel wir essen sollten um ein gesundes Gewicht zu haben. So kommen wir als Babys auf die Welt, in der wir noch kein Zeitgefühl haben, sondern mit schreien auf uns aufmerksam machen, wenn der Hunger eintritt. Jedoch „verlernen“ wir im Laufe der Jahre diese angeborene Eigenschaft meistens immer mehr. Wir müssen uns wieder bewusst machen, auf uns und unseren Bauch zu hören. Dieser meldet sich nämlich mit eindeutigen Signalen.
Anders jedoch wenn Dich ein emotionaler Essensdrang überfällt der kaum noch zu bändigen ist. Häufig fühlt er sich völlig anders an – wie, das ist individuell verschieden. Spüre beim nächsten Mal, wenn Du eine Heißhungerattacke bekommst, in Dich hinein und überlege Dir, wo in Deinem Körper das Gefühl sitzt und wie es sich ausdrückt. Vielleicht kommen akute Ereignisse als Auslöser in Frage: Hattest Du Stress im Büro? Hast Du Dich über Deinen Partner geärgert? Ist Dir einfach nur langweilig?

Auslöser für emotionales Essen

Es gibt viele Auslöser für emotionales Essen. Als Beispiel eine Mutter, die ihrem schreienden Baby immer zuerst etwas zu essen gibt ohne andere Bedürfnisse zu überprüfen. Hier verknüpft sich schon zu Beginn Nahrung mit Trost, Wärme und Zuwendung – während das eigentliche Bedürfnis unerfüllt bleibt. Somit greifen wir auch später zum Essen, wenn wir uns eigentlich nach etwas ganz anderem sehnen – nach Aufmerksamkeit oder Liebe. Essen scheint die einfachere Lösung zu sein, denn es ist immer verfügbar und fragt nicht. Es bedient das Loch, das aber eigentlich nicht im Magen, sondern im Herzen gefüllt werden will.
So wird Essen zum Ersatz. Für andere Menschen übernimmt ein Zuviel an Fernsehen, Alkohol oder Drogen diese Aufgabe. Die große Gemeinsamkeit: Es betäubt, es lenkt ab, es steht zur Verfügung, wenn wir uns nicht mit unseren eigentlichen Bedürfnissen beschäftigen können oder wollen.
Die wichtige Erkenntnis lautet also: Nicht das Essen ist die Ursache. Es ist nur ein Symbol.

4 wichtige Tipps für Dich:

  • Lass Deine Emotionen beim Essen aus dem Spiel
  • Iss langsam und kaue gründlich
  • Vermeide Ablenkungen (durch Fernsehen, Handy, Zeitschriften) und iss bewusst
  • Überprüfe Deine Gewohnheiten und probiere neues aus

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